ich überlege seit längerem, ob der Suzuki 30 PS Zweitakt-Außenborder als Hauptantriebsmaschine wirklich ausreichend ist. Kürzlich entdeckte ich eine Homepage von einem Österreicher, der mit einem 7 Meter Segelboot mit Zweitakter im Schacht auf einer 1 jährigen Mittelmeerrundreise war. Ich habe ihn direkt angeschrieben und nach seinen Erfahrungen gefragt. Sein Fazit war leider ernüchternd. Der Zweitakter war für ihn mitunter Grund, den Törn abzubrechen. Er würde nie mehr mit einem Außenborder als Hauptantrieb losfahren.
Der Grund: Aufgrund falscher Getriebeübersetzung und zu kleiner Schraube lässt sich die Kraft für ein Verdrängerboot nicht ausreichend ins Wasser bringen. Ein Aufstoppen zum Manövrieren in Häfen ist quasi unmöglich, der Verbrauch ist hoch, das Öl schwer zu bekommen...
Leider deckt sich diese Aussage mit dem, was die Werftleute beim ersten Blick auf meinen Segler meinten.
Also erstmal die Reinke Originalpläne rausgekramt. Dort ist ein Farryman mit 22 PS verbaut. In den Infoplänen heisst es "Motorisierung 20-35 PS". Gestern dann ein erstes Maßnehmen, um zu sehen, ob sich ein Diesel einbauen ließe. Machbar scheint es zu sein, der AB Schacht müsste zugeschweißt werden, ein Inspektionluk in den Cockpitboden kommen, der Generator rausfallen, die Welle gesetzt werden,...Viel Arbeit aber machbar auf jedenfall, der Riß ist ja ursprünglich für einen Diesel vorgesehen.
In den nächsten Tagen baue ich also den Generator sowie die Holzverkleidungen, die sich darüber und darunter befinden, sowie die dicke Styroporisolation, denn derzeit ist ein genaueres Maßnehmen gar nicht möglich.
Einen Motor haben wir nun auch schon ins Auge gefasst. Ich könnte einen Volvo Penta MD 11 mit 22 PS für kleines Geld bekommen. Der Motor läuft tadellos und wurde ausgebaut, da die 36 Fuss Yacht des Vorbesitzers sonst nicht für den Bodensee zugelassen worden wäre. Die von der Werft meinen "da haste was fürs Leben". Das ist wohl ein recht uriger, alter Panzer.