Heute haben wir die „Boot“ in Düsseldorf besucht. Wohl eine
der größten Wassersportmessen überhaupt. Gegen 9.30 Uhr stehen wir im
Eingangsbereich an der Schlange und warten darauf, daß sich gegen 10.00 Uhr
endlich die Türen öffnen. Kaum 10 Minuten drinnen kommt eine Durchsage „großer
schwarzer Labrador sucht seinen Besitzer. Bitte an der Info melden“. Na, da
wird uns doch Joy nicht voller Sehnsucht nach Düsseldorf gefolgt sein? Sie muss
nämlich den Tag bei einer Bekannten verbringen, um ihr und uns den Stress zu
ersparen.
In den ersten Hallen viele Segelboote, wir besichtigen die
Elan 31, die HR 31 und die HR 40. Beim Durchgang durch letztere schreit Uta
plötzlich auf, nachdem sie die Tür zur Dusche öffnet: „Guck mal – da is ne
Waschmaschine!“ Tja diese Yacht wär wohl
genau richtig, leider passt sie mit 370000,- € nicht so ganz ins Budget.
Also schnell weiter Richtung Ausrüstungshallen, damit aus
unserer SevenSeas dieses Jahr ein komplettes Fahrtenschiff wird. Auf dem Weg
sehen wir den TransOcean-Stand und da ich ohnehin schon die ganze Zeit
eintreten möchte wird das jetzt umgesetzt. Wir werden freundlich mit Kaffee
versorgt und plaudern mit der Mitarbeiterin. Erster Kommentar: „Ihr seit aber
noch recht jung!?“
Dann kommen wir noch am Jeantex-Stand vorbei. Wir schauen
kurz nach einer Segeljacke für Uta, denn bisher haben wir noch nichts
vernünftiges finden können, denn die üblicherweise angebotenen 36/38 er Größen
waren jedesmal viel zu groß. Ich sehe eine Jacke in 34, Einzelstück, reduziert
von 269,- € auf 59,- €(!) und sag propier mal die. „Die passt nie, mir passt
kein 34“. Tja – passt doch, super sogar, passt auch noch was drunter. Jacke
musste also mit, endlich hat Uta vernünftiges Ölzeug!

Nun ging es los mit dem ganzen Ausrüstungskrams, von
Raymarine über ShipShop, Watermaker, Yachtversicherungen, Toplicht, Yachtelektronik…wir
haben sehr sehr viel geredet und viel dazugelernt, ich kann Euch das alles hier
unmöglich schildern. Nur eines noch: Wir kommen an einen Stand mit Propellern. Ich
bin interessiert, denn für den Dieselmotor brauchen wir ja unbedingt noch eine
Schraube. Alle Mitarbeiter sind im Gespräch. Da öffnet sich hinten eine Tür und
eine Frau kommt heraus. Uta meint „frag die doch mal“. Ich „glaub nicht, dass
die Ahnung hat“. Uta schnauzt mich an „weil sie ne Frau ist?? Du und deine
Vorurteile!“ Naja ich hab sie dann doch angesprochen, Uta hatte recht und ich muss
mich zutiefst verbeugen vor soviel Fachwissen, eine bessere Beratung hätte es
nicht geben können. „Reinke Astra? Kenn ich, wir haben selbst schon zwei Reinke
gebaut, eine davon segeln wir jetzt noch…“. So kann man sich irren.
Gegen 16.30 Uhr haben wir uns schon auf den Heimweg gemacht,
wir waren total ko. Leider haben wir vieles überhaupt nicht angesehen. Wenn man
also wirklich an Produkten interessiert ist und Gespräche führt, dann reicht
meines Erachtens nach ein Messetag nicht um alles zu sehen.
Schön Glatteis gabs auf dem Heimweg, aber wir sind gut
angekommen. Joy war happy, als sie um 20.00 Uhr wieder bei uns war.
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