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News

 


Unser Logbuch

Über die Vorbereitungen einer Weltumsegelung und die Reise selbst.

Die Heizung ist endlich fertig! Die Heizleistung der D2 ist top und scheint mir auch bei übelster Kälte mehr als ausreichend zu sein. Bei Betrieb hört man im Heck ein leises Tickern von der Dieselpumpe der Heizung und der Gebläsemotor summt etwas, was aber nicht stört.

Wunderbar, wieder etwas erledigt. Übrigends ist das el. WC nun auch fertig angeschlossen und alles funktioniert.

Langsam aber sicher rückt mein Rigg auf der To-Do Liste wieder nach oben. Ich rief also nochmal den Segelmacher an, die Segel sollen ja nun soweit fertig sein, die Wanten und Stagen auch. Was zuletzt fehlte waren die Umlenkrollen aus dem Masttop, die alten hatten einige Haarrisse im Kunststoff. Diese sind aber angeblich gestern (!!!!) gekommen. Wieviele Monate mach ich da jetzt rum?? Die Rollen müssen noch aufgebohrt werden aufs richtige Maß, denn exakt die gleichen waren nicht zu bekommen. Der Segelmacher hat prinzipiell Zeit in den nächsten Wochen, also müssen wir uns ranhalten, innen aufklaren, kleinere Restarbeiten und dann einen Termin vereinbaren, um den Mast probezustellen.

Ein neues Schlauchboot habe ich soeben auch noch bestellt, das Plastimo ist leider nicht hundertprozentig dicht. Gebraucht möchte ich soetwas nicht kaufen. Wir bekommen nun ein Quicksilver 200 mit Luftboden.

Das Angebot vom Transporteur kam zwischenzeitlich auch und mir wurde fast schlecht beim durchlesen. Knappe 4000,-  € werden aufgerufen. Und das von dem Transporteur, mit dem ich bisher immer sehr zufrieden war und der immer mit Abstand der  Günstigste war. Zum Glück habe ich mir auf der Messe Boot noch zwei Angebote von anderen Speditionen machen lassen. Eines lautet auf etwa 2500,- €. Im Zuge des Ganzen habe ich vorhin nochmal die Rhone au Rhin bzw. die Kanalvariante gegoogelt, die Angaben zum benötigten Tiefgang schwanken zwischen 1,50 und 1,80 Meter. So recht wohl ist mir dabei also auch nicht. Außenrum käme nur mit einem fähigen Mitsegler in Frage. Uta kann leider dieses Jahr unmöglich mehr als 4 Wochen wegen ihrem Unijob bzw. der Magisterprüfungsvorbereitung weg und jemand anderes fällt mir für die Gesamtstrecke nicht ein. Das Ziel ist auf jedenfall vorerst Griechenland, ein Hafenhandbuch habe ich mir auch zur Vorbereitung schonmal bestellt.

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Vergangenen Freitag war es soweit. Unser Flieger ging von Stuttgart über Zürich nach Athen. Wir landeten gegen Mittag und erwischten in letzter Sekunde sogar noch den richtigen Zug. Am Bahnhof wurden wir abgeholt und anschließend ging es noch ein gutes Stück mit dem Auto durch Griechenland. Vorbei an riesigen Orangenplantagen, die größtenteils noch voller Früchte hangen. Endlich wieder im Süden! Griechenland zeigte sich von seiner schönsten Seite, angenehm warm war es, die Sonne schien und bei uns kam schon richtige Frühlingsstimmung auf. Wir ließen es am ersten Tag gemütlich angehen, gingen noch sehr lecker essen am Strand mit Blick auf die Yacht, um die es ging.

Am nächsten Morgen setzten wir über und es ging an Bord der 45er Centercockpit Slup. Ein schönes Schiff inkl. Pött und Pann, ausgerüstet und startklar zum sofort ablegen. Wir schauten uns erstmal über und unter Deck um, dann besichtigten wir den Motorraum. Um ehrlich zu sein war dann bei mir schon die Entscheidung gefallen, das Schiff nicht zu kaufen. Der Motor lief tadellos und wurde erst vor wenigen jahren überholt. Leider gab es Ölleckagen an der Kopfdichtung und eine Bilge, die ich so nicht akzeptieren wollte. Das Resumee war für mich: Der muss raus, neu abgedichtet und gereinigt werden, genauso wie die Bilge. Ich hatte mit etwas Arbeit gerechnet. Farbe, Antifouling, Kleinkram den ich in 4 Wochen hätte erledigen wollen. Das klappt aber meiner Meinung nach so nicht und damit bin ich raus. Ich bin heilfroh, dass in meiner SevenSeas der Motor wieder drin ist, hier ist alles sauber und dicht. Meine Gedanken waren sofort wieder bei unserer schnuckligen 31er, die jetzt nunmal einwandfrei ist. Ich kann und will nicht nochmal von vorne anfangen. Auch nicht für den Komfort und die Möglichkeiten, die man mit einer 45er hätte. Das Schiff ist sicher ein Schnäppchen, für jemanden, der es entweder so nutzt, wie es ist oder der bereit ist, etwas mehr Zeit zu investieren.

Wir legten noch ab, machten einen Probeschlag, einige Halsen und Wenden. Dann kamen die Segel wieder herunter und das Schiff zurück an seine Boje. Ich wollte mir noch etwas Zeit lassen für die Entscheidung aber in meinem Inneren war die wohl bereits getroffen. Es ergab sich, dass der Eigner noch nach Athen musste. Spontan fragte ich, ob wir mitkommen könnten, um unsere wenigen freien Tage noch mit etwas Sightseeing aufzuwerten. Innerhalb 10 Sekunden hatte ich ein Hotel gegoogelt und anschließend ein freies Zimmer für zwei Nächte im Hotel "Fresh" reserviert. Link

Wir waren schlicht begeistert von dem Hotel. Wer sich Athen ansehen möchte, dem kann ich dies nur wärmstens empfehlen. Es liegt sehr zentral, Essen und Service ist wohl kaum zu toppen und das ganze noch sehr günstig. Sonntag früh machten wir uns auf den Weg zur Acropolis und ins gleichnamige Museum. Griechenland ist wahrlich eine Reise wert. Allerdings muss man sagen, dass wir den Eindruck hatten, die einzigen Deutschen hier zu sein. Wir haben zumindest nirgends auch nur einen Ton deutsch gehört. Engländer, Franzosen, alle sind da, keine Deutschen. Ein Taxifahrer fragte schnippisch: "Merkel gut Politik??" Ich versuchte etwas auszuweichen, er meinte dann "Merkel MAMA von Griechenland".

Abends gingen wir im Hotel essen. In der Lounge im obersten Stock mit Blick auf die Acropolis ließen wir es uns richtig gut gehen inkl. Cocktails und Co. Wenn man gerade KEIN Schiff gekauft hat darf auch etwas Geld für Genuss übrig sein.

Da unser Rückflug erst am Montag Nachmittag startete nutzten wir die Gelegenheit, noch das Nationale Archaeologische Museum zu besichtigen. Dann hieß es Byebye Süden - die Arbeit ruft.



Heute früh stand ich schon in der Werft, um nach dem Rechten zu sehen. Die Heizung soll in einer Woche fertig eingebaut sein. Als ich mein Schätzchen so schwimmen sah war ich doch überzeugt, das richtige getan zu haben. Außerdem hat das Schiffsalter und die Größe unserer SevenSeas unschätzbare Vorteile: Nirgends wird man mit Luxussteuer belangt, denn wir haben knapp unter 10 Meter. Mehrwertsteuernachweis ist ebenfalls kein Problem bei einer Yacht BJ. 1973. Also freie Fahrt auch in GR und Italien! :-) Wir wollen jetzt zügig die Restarbeiten abschließen und dann einen Weg ins Meer finden.

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Boot 2012

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Heute startete die 43. Boot Düsseldorf und wir hatten kostenlose Tickets und eine Einladung erhalten. Sehr früh machten wir uns auf den über 300 km weiten Weg.

Über die letzten Jahre haben wir schon einiges an Wissen und Technik angehäuft, weshalb uns dieses Mal entsprechend weniger Fragen unter den Nägeln brannten. Unser Messebesuch glich deshalb eher einem verträumten Sonntagsspaziergang auf einem Rummelplatz. Ganz entspannt eben und ohne das anstrengende von Stand zu Stand Gehetze.

In Halle 15 besichtigten wir erstmal die neuesten Segelyachten. Eine 45 Fuß große Beneteau machte den Anfang. Der Platz im Salon, in den Kajüten, an Deck und überhaupt ist einfach unbeschreiblich. Nicht, dass ich etwas gegen unsere schnuckelige 31 Fuß große SevenSeas sagen möchte – sie ist top in jeder Hinsicht! Aber so manches Mal wünscht man sich ein paar blaue Flecken weniger. Beziehungsweise könnte es sich als etwas schwierig gestalten, wenn meine Familie mich mal besuchen sollte. Geschweige denn, ist es möglich Mitsegler auf einer solch ranken Yacht unterzubringen.

Der Blick vom Cockpit der 45er Beneteau zum Bug ist jedoch etwas einschüchternd, einen gewissen Respekt vor diesen Dimensionen kann ich nicht leugnen. Wenn ich mir vorstelle mit so einem großen Schiff an einer Marina anzulegen, wird mir etwas mulmig. Wie im Autoverkehr. Da bevorzuge ich auch eher die Größe eines Ford Fiestas, als die einer Mercedes-Limousine. Aber Stephan meint: „Man gewöhnt sich an alles. Alles Übungssache.“

Nachdem wir uns einige weitere Yachten dieser Größenordnung angeschaut hatten, schlenderten wir zu Halle 11. Tom Logisch, von logischyachts, erläuterte uns sehr verständlich die Vorzüge einer Hydrovane gegenüber anderen Windselbststeueranlagen. Da er selbst einige Blauwasseryachten im Programm hat, konnte er uns auch einige weitere Fragen zum Projekt beantworten. In Halle 11 ließ sich Stephan später noch von unserem Versicherer beraten bezüglich Skipperhaftpflicht bei gewerblicher Tätigkeit.

Wir schlenderten von Halle 10 – 1 und wieder zurück und uns fällt noch ein großes Schiff, ein Langkieler ins Auge. Die Island Packet 46. Als „Blauwasser-Urgestein“ wird sie von der Yacht beschrieben. Natürlich müssen wir da rein! Auch hier: Imposante Größenverhältnisse, Platz ohne Ende. Trotzdem stoße ich mir den Kopf an der Sprayhood an, da ich wegen dem höheren Bimini die Höhe unterschätzt hatte.

Fazit: Blaue Flecken gibt’s auch auf großen Booten!

Da wir in den nächsten Wochen für einen Probeschlag ans Mittelmeer fliegen, haben wir uns in der Touristikhalle noch ordentlich mit Infomaterial eingedeckt.

Recht schnell vergingen die Stunden auf der Messe. Beim Hinausgehen traf Stephan am DHH-Stand sogar auf seinen SSS-Lehrer. Er lud uns zum DHH-Abend in der Stadt ein. Aber entgegen unserer eigentlichen Planung, entschieden wir uns doch nur einen Tag auf der Messe zu verbringen und noch am selben Abend wieder nach Hause zu fahren.

 

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Der Heizungseinbau ist etwas vorangeschritten. Zunächst musste ein Holzbrett an die Außenwand der Backskiste anlaminiert werden, um die Heizung darauf schrauben zu können. Man hätte die Heizung auch einfach an das Schott zwischen Hundekoje und Backbord-Backskiste schrauben können, allerdings wäre es dann nötig gewesen, gleich nach dem Heißluftaustritt ein Winkelstück zu verwenden. Das erzeugt Stauwärme und mindert zudem die Leistung, weshalb ich mich für diesen aufwendigeren Einbau entschieden habe.

 

Der Auspuff ist auch (bisher provisorisch) vormontiert, er erhielt zudem einen hochwertigen Schalldämpfer zur Geräuschdämmung und als Schutz der Anlage vor Wasserschlag.

 

Ansonsten steht bei mir akute SSS-Wetter Prüfungsvorbereitung an.  Ich hoffe, dieses Lehrmaterial reicht halbwegs...

 

 

 

 

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Am Donnerstag traf ich mich mit dem Werftchef, um den Heizungseinbau zu planen. Nachdem wir noch schnell eine riesige Princess Motoryacht umgeparkt hatten, ging es daran die Einbaumöglichkeiten durchzusprechen. Innerhalb kürzester Zeit sah die SevenSeas dann wieder aus wie die letzte Baustelle :-(. Die Cockpithölzer wurden weitestgehend wieder entfernt, die Backskisten geleert, die Polster ins Vorschiff geworfen, und alle Holzabdeckungen dazu. Ehrlich gesagt: Frustrierend. Aber eine vernünftige Heizung muss einfach sein. Wir konnten nach einigem Hin und Her einen Einbauort festlegen und demnächst soll es auch an die Installation der Ebersbächer D2 Standheizung gehen.

Vorher muss aber noch das neue WC rein, um das Boot komplett winterfest machen zu können. Auch das wird ein richtiger Spaß werden, denn es muss ein ziemlich gammliges Seeventil ausgetauscht werden. Da wir aber derzeit im Wasser liegen kann ich nur hoffen, dass das ohne riesige Sauerei und starken Wassereinbruch klappt.

Es gibt also kommende Woche einiges zu tun. Außerdem muss ich endlich anfangen, für die SSS Wetterprüfung zu lernen.

Heute früh sind Uta und ich mit dem falschen Fuß aufgestanden. Uta machte sich als erstes daran, beim BaföG-Amt anzurufen, da sie seit Monaten keines mehr bekommt. Die Sachbearbeiterin vertröstete Uta wegen den vielen Erstsemestlern abermals, was bei uns beiden für noch bessere Stimmung sorgte.

Da ich gerade so gut gelaunt war viel mir noch etwas ein..........

Ich rief meinen Segelmacher an, der uns ja dieses Jahr an der Abfahrt hinderte. Ich erinnerte ihn zunächst an unseren geplanten Termin zur Fertigstellung vom 14.-21. Juni. Wie sich im Gespräch herausstellte hat er wohl immer noch nichts gemacht. Wenigstens gibt es jetzt einen festen Termin:  Am 16.12. hole ich meine reparierten Segel und die neuen Wanten und Stagen ab. Endgültig!

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Utas SKS

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Uta hat es geschafft. Am Samstag machte sie sich an die letzte Etappe zu ihrem SKS. Sie musste nur noch die Navi-Kartenaufgabe absolvieren.

Wir hatten die letzten Wochen ziemlich fleißig geübt und sind froh, daß wir diese Sache nun endlich abhaken können. Den Schein bekam sie gleich in die Hand gedrückt und präsentierte ihn mir gleich darauf stolz in der Gaststätte des Sportheimes in Wipfeld, wo ich zu dem Zeitpunkt schon stundenlang auf sie wartete.

Meine Prüfungsanmeldung für die letzte SSS Teilprüfung ist mir heute vom DSV bestätigt worden. Die Rechnung ist auch schon bezahlt. Hoffentlich klappt das im Dezember genauso gut.

Ich habe mich zwischenzeitlich entschieden, mich doch direkt an den Sporthochseeschifferschein zu machen. Wenn man schon im Lernen drin ist fällt das sicher leichter, als Jahre später. Das bedeutet jetzt aber, daß ich über Winter noch 500 - 1000sm segeln muss, um den Schein machen zu dürfen. Hierfür bin ich also auf der Suche nach einem - gerne anspruchsvollen -  Überführungstörn zwischen Januar und März nach dem Motto "Biete Hand, suche Koje". Wenn jemand der Leser also etwas weiß, vielleicht selbst plant oder vielleicht einen Skipper in dem Zeitraum braucht, würde ich mich über Nachricht sehr freuen.

Vor lauter SKS lernen mit Uta kam ich natürlich wieder nicht dazu, das Boot einzuwintern. Langsam wird es dafür aber höchste Zeit. Das neue elektrische Klo ist angekommen und auch schon beim Boot. Ein Glück, es hat genau dieselben Abmessungen der Befestigungspunkte wie das alte, somit muss nichts abgeändert werden. Das Angebot für die Heizung habe ich nun auch. Es kommt also die nächsten Wochen eine Ebersbächer rein. Kostet etwa 800,- € + Marineeinbaukit etwa 400,- € + Arbeitszeit, wohl zwischen 8-10 Stunden.

Was tut man nicht alles, um ein wenig Komfort auf dem kleinen Schiffchen zu haben. Fahrtensegeln mit dem Halbtonner. Ich freu mich da schon wahnsinnig drauf :-).

 

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Langsam wird es doch erheblich kälter und ich habe das Boot noch nicht für den Winter vorbereitet. Gestern machte ich mich auf den Weg in die Werft, zunächst nur, um nachzusehen, ob unser Baby noch schwimmt. Es ist alles in bester Ordnung. Prima.

Leider habe ich derzeit wenig Zeit zu bloggen oder am Boot zu arbeiten, nach der schönen Zeit auf Elba hat mich der Alltag wieder fest im Griff. In meiner kleinen Firma herrscht  ziemliches Chaos. Es sind Mitarbeiter krank, für die ich keinen Ersatz habe, es gibt technische Probleme, etc. Ich will das gar nicht breittreten. Leider bleibt aber  alles an mir hängen und ich arbeite nahezu rund um die Uhr. Mit etwas Glück sieht es nächste Woche wieder besser aus.

Der Motor muss eingewintert werden, die Wassertanks sollten abgelassen werden, das neue WC montiert (muss ich jetzt gleich mal bestellen...), die Seeventile brauchen etwas Frostschutz.

Außerdem habe ich bei meinem gestrigen Besuch beim Werftchef um ein Angebot für eine Standheizung gebeten. Meiner Anfrage nach einem grundsoliden Gerät ohne Schnickschnack inkl. kompletter Installation und Abnahme kam dann gleich die Frage entgegen: "Willsch nach Patagonien oder wie soll die ausglegt sei?". Tja, wenn ich wüsste...es wäre wohl ein ziemlicher Wahnsinn mit dem kleinen Boot, obwohl ich es für überaus hochseetüchtig halte.

Bin mal gespannt, was das wieder kosten soll, die Werft scheint Ebersbächer anbieten zu wollen.

Ich mache dann nächste Woche auch ein paar aktuelle Bilder.

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Nach drei Wochen auf der Insel bin ich am Sonntagabend wieder zu Hause angekommen.

Doch von vorne erzählt: Nachdem die Crewliste ankam, organisierte ich eine Mitfahrgelegenheit. Pierre holte mich am Samstag früh um 5 Uhr ab und dann ging es, abgesehen von einigen Fahrerwechseln, quasi Nonstop nach Italien. Wir holten noch ein weiteres Crewmitglied am Flughafen in Pisa ab und anschließend ging es auf die Autofähre nach Portoferraio.

Nach kurzer Autofahrt erreichten wir dann unser Hotel Tirrena und bekamen unsere Zimmer zugeteilt. Langsam trudelten immer mehr Teilnehmer ein und am nächsten Morgen trafen wir uns alle in unserem „Folterkeller“. So nannten wir ihn später immer wieder. Gemeint ist der DHH Schulungsraum unter dem Hotel.

Unser „Lehrer“ Rüdiger stellte sich vor und begrüßte uns. Er erzählte uns von früheren Kursen und er wies uns darauf hin, dass wir hier einiges vor hätten und uns noch die Köpfe rauchen würden. Wir würden immerhin den wohl schwersten Segelschein Deutschlands machen. Zwar könne man mit dem SHS noch eines draufsetzen, jedoch sei der stoffliche Sprung vom SKS zum SSS größer. Nachdem alle 12 Kursteilnehmer sich vorgestellt hatten, wurde mir immer klarer, dass die Aktion für mich keinesfalls einfach werden würde. Alle anderen Teilnehmer hatten bereits den SKS. Ich war doch tatsächlich der Einzige, der hier mit dem SBF See ankam. Zudem hatten viele bereits einige Teilprüfungen in Deutschland absolviert, manche hatten bereits SSS Kurse besucht und alle waren älter als ich.

Rüdiger stieg dann recht schnell in den Stoff ein. Bis Mittwoch hatten wir bereits die Gezeitenberechnung besprochen. Immer wieder kamen beiläufig Hinweise: „Das müsst ihr noch durchlesen!“. Wir alle wussten sehr schnell, dass wir, um eine Chance zu haben, richtig Gas geben müssen, was wir auch taten. Oft fanden sich mehrere Teilnehmer schon früh um 6 im Keller ein und lernten bis um 8 Uhr, dann gab es Frühstück, anschließend Unterricht bis ca. 18.00 Uhr, danach lernen, Abendessen, lernen….

Mein Tisch-Chaos am 2.Tag!:

 

Rüdiger überließ uns das eigene Zeitmanagement. Wenn wir nicht mehr könnten sollten wir einfach etwas anderes machen. Da einige bereits Teilprüfungen hatten, wurden schnell auch außerhalb des Schulungsraumes alle möglichen Tische des Hotels mit SSS-Stoff vollgestellt und überall wurde gelernt.

Das Hotel bot perfekte Lernbedingungen. Überall im Garten Tische, Schattenplätze, einen Pool, um sich kurz abzukühlen, etc.

Ich fand es überaus interessant, zu beobachten, wie nahezu alle Teilnehmer die gleichen Lernphasen durchmachten. Als am Mittwochabend Matthias, der Schulleiter, an unseren Tisch kam und in unsere Gesichter blickte meinte er: „Na so wie ihr ausseht habt ihr heut sicher Gezeiten gemacht….“. Für mich persönlich war das absolute Tief gegen Anfang der zweiten Woche erreicht. Ich weiß noch, wie Rüdiger das Radarplotten durchsprach und ich mir die relative Bewegung, welche eigentlich nicht schwierig ist, einfach nicht vorstellen und somit auch die Lösung der Aufgabe nicht nachvollziehen konnte. Nachdem ich mir das etwa eine Stunde angehört hatte, ich ließ es vielmehr auf mich einprasseln, konnte ich nicht mehr. Ich bin aufgestanden und ein paar Runden im Pool geschwommen.

Da ich wusste, dass mein Projekt sehr ambitioniert ist und ich mir vorher, quasi als Wunschziel, das Bestehen von 2 Theorie + der Praxisprüfung vorgenommen hatte, änderte ich stillschweigend meine Planung. Ich konzentrierte mein Lernen fortan auf Seemannschaft und Wetter, das zeitlich aufwendige Üben der Navi und Rechtssachen wollte ich mir anschließend in Ruhe in Deutschland vornehmen.

Während der Wetterübungen begannen wir auch langsam die Gribfiles für unseren Prüfungstermin zu ziehen. Zehn Tage vor der Praxisprüfung sah man schon langsam, dass sich etwas zusammenbraute, es wurden Windgeschwindigkeiten von über 40 KT erwartet, zunächst für den Folgetag, doch das sollte sich noch ändern…

Zunächst ging aber unsere zweite Woche zu Ende. Ich fühlte mich in Wetter und Seemannschaft etwas sicherer, hatte aber erst zwei Naviübungen gemacht und bisher wenig Recht. Ich begann mir nebenbei gelegentlich die Theoriefragen zu Navi, die Lichter und Leuchtsignale bei Recht anzusehen. Pierre, mit dem ich das Zimmer teilte, fragte mich immer wieder ab, oft bis mir die Augen zufielen. Wenn jemandem eine Frage einfiel, stellte er sie dem anderen. „Kurz-lang-lang“ oder „erzähl mal was zum Zeitschlitzverfahren“ oder „welche Wolken kommen vor der Kaltfront?“, „beschreibe das Wetter nördlich der Idealzyklone“. So ging das jeden Abend, bzw. jede Nacht.

Am darauf folgenden Montag ging es zu fünft auf unsere Yacht, die Indigo, eine Sun Odyssee 45, voll ausgestattet inklusive Radar und anderem technischen Kram. Die restlichen Teilnehmer des Theoriekurses wurden auf andere Yachten verteilt. Wir waren jetzt auch eine neue Truppe, denn es kamen Teilnehmer hinzu, die nicht an der Theorie teilgenommen hatten. Wir begannen mit den üblichen Manövern, Boje über Bord unter Motor, unter Segeln, Wenden, Halsen, Hafenmanöver. Leider hatten wir nur wenig Wind, etwa Bft 1-2. So ging das bis Donnerstag. Die Wetterprognose wurde immer deutlicher, aber es wurde etwas weniger Wind angekündigt. In Böen 32 KT. Dieses Wetter wurde für unseren Prüfungstag vorhergesagt. Wenn unser Skipper uns fragte, was wir noch üben wollten war die Antwort eigentlich immer gleich: Hafenmanöver!! Es war bei dem wenigen Wind schon immens, wie man die Abdrift des Buges bei Seitenwind bei der Ansteuerung in die Box einberechnen und vorhalten musste. Uns allen war somit ziemlich bang bezüglich des angekündigten Starkwindes am Prüfungstag.

Am Freitag war es dann soweit. Für unsere zwei Yachten (die anderen Boote lagen in einer anderen Marina) waren zwei Prüfer zuständig. Da die Prüfer immer gemeinsam an Bord kommen, musste eine Entscheidung gefällt werden, wer anfängt. Unsere Skipper berieten sich und es wurde die Vereinbarung getroffen, dass wir als erstes die Prüfung absolvieren sollten und wir dafür den anderen später den Platz räumen, damit sie mehr Raum zwischen den Fingerstegen für die Anlegemanöver haben.

Wohl darauf spekulierend, bei dem anfänglich noch schwachen Wind nur ablegen zu müssen drängte sich Matthias gleich vor: „Ich würde gern anfangen!“. Also begann er und legte ab. Kaum waren die Leinen los fragte einer der Prüfer, wer denn mit in die Folterkammer kommen wolle. Ich erklärte mich bereit und machte mich als erster Prüfling an die Praxisprüfung unter Deck. Wir setzten uns zunächst und dann packte er eine Wetterkarte und ein Satellitenbild aus. „Erzählen Sie mir doch etwas zum heutigen Wetter.“ – „Ausgeprägtes Tief über Mitteleuropa, lange Kaltfront, die heute hier durchzieht. Etwas Abdeckung durch Korsika, dennoch starke Windgeschwindigkeiten zu erwarten.“ Ich kann Euch sagen, das beigelegte Satellitenbild war imposant bis erschreckend! Er stellte noch einige andere Fragen: „Wo ist auf dieser Karte der stärkste Wind zu erwarten? Wie weht der Wind hier, wie weht er dort, zeichnen Sie mir hier die Windrichtung ein, …“. Anschließend stellte er mir Fragen über die Gasanlage, danach ging es ans Navi. „Stellen Sie mir mal ein ordentliches Radarbild ein. Was sehen Sie hier auf dem Bildschirm?“ Ich war zunächst ziemlich irritiert, denn wir hatten immer weiter draußen geübt. Da ich der Erste war, befanden wir uns noch in der Nähe des Hafens. Außerdem hatte die Seacloud, ein Segelkreuzfahrtschiff, in der Bucht geankert. Noch Fragen? Dann wollte er das Radar umgestellt haben auf North-up, weniger Verstärkung, Positionsbestimmung. Später kamen noch einige grundsätzliche Fragen zu GPS. Danach fragte er:"Können Sie das einfach so in die Karte eintragen?" Ich grübelte und es dauerte doch einige Zeit, bis das erwartete Schlagwort "WGS84!" aus mir heraussprudelte. ;-).

Ich war so froh als ich dort unten entlassen wurde!! Kaum kam ich den Niedergang hoch meinte der andere Prüfer: „Da ist ja noch einer. Möchten sie auch gleich BOB unter Motor fahren, bevor wir Segel setzen oder brauchen sie eine kurze Verschnaufpause? Wer geht als nächstes nach unten?“ Ich legte gleich los. Das Manöver klappte und der Prüfer setzte seinen Haken. Dann wurden die Tücher hochgezogen, bzw. gesetzt. Wir hatten eine Rollanlage sowohl bei der Genua als auch beim Groß; zudem eine Elektrowinsch fürs Groß (an so was muss man sich erstmal gewöhnen! SSSSSSSSSS). Nacheinander mussten wir Kreise unter Segeln fahren, aufkreuzen, BOB, etc. Insgesamt klappten die Manöver bei allen sehr gut, obwohl wir noch nie solch einen Wind hatten und nur stark gerefft fuhren! Der Prüfer machte in seinen gelben Prüfungskarten einen Haken nach dem anderen. Anschließend ließ er einreffen, ausreffen, dann kam ich und es hieß: „Segel bergen!“ Ich fuhr das Manöver und startete die Maschine. „Bringen Sie uns mal zurück in den Hafen!“ „Mist“ dachte ich. Ansteuerung und Anlegen standen bevor. Naja. Plötzlich ließ der Wind deutlich nach. Die Ruhe vor dem Sturm? Vor dem Steg fuhr ich eine Tellerwende und dann ging es mit etwa 15 KT Wind direkt von Backbord Richtung Steg. Es klappte zum Glück auf Anhieb und wirklich punktgenau. Ich war selbst stolz. Haken :-)! Einer musste noch An- und Ablegen. Dann wurde festgemacht. Herzlichen Glückwunsch! Alle bestanden!!

Wir konnten unser Glück kaum fassen während die Kollegen auf der Lullaby ziemlich ängstlich dreinblickten. Die Prüfer gingen auf deren Schiff. Wie besprochen machten wir uns gleich klar zum Ablegen und verließen den Liegeplatz. Unser Ziel: Altstadthafen, Kaffee trinken! Nach ein paar Kreisen im Hafen bekamen wir einen Liegeplatz zugewiesen.

 

 

Wir machten fest und kaum waren die Springs ordentlich angebracht und alle Fender in richtiger Position ging es los. Urplötzlich kam so starker Wind auf, dass die Wellen über die Stege knallten und die Gischt uns ins Gesicht spritzte. Schiffe im Hafen wurden extrem abgetrieben und konnten sich nur mit größter Mühe in irgendwelche Boxen retten. Müll flog durch die Luft, Riesige Styroporpakete lösten sich irgendwo und schwammen in der Bucht herum. Wie es den anderen wohl ergeht??? Viel später legten wir ab. Wir fuhren nur unter Motor Richtung Marina und hatten vom Winddruck extreme Lage! Die Fender hingen dabei horizontal in der Luft! Unser Skipper legte dann selbst in der Marina an. Dort stand Rüdiger, Skipper der anderen Yacht. Er sah ziemlich blass aus und stammelte irgendetwas von: „so was hab ich noch nicht erlebt… Mann über Bord… .“ Später erfuhren wir was wirklich los war: draußen gab es Windgeschwindigkeiten mit 46 KT auf der Anzeige des wahren Windes. Rüdiger wollte bei 35 KT zunächst abbrechen. Als er sich schon mit einem der Prüfer darauf verständigt hatte, kam in dem Moment der andere hoch schaute sich kurz um, meinte dann: „Gibts bisschen Wind? Fahrt mal da rüber, da ist etwas geschützter, dann machen wir weiter…“. Nach den Segelmanövern mussten noch drei Leute an- und ablegen. Dabei passierte es: Ein Teilnehmer fuhr wegen dem Wind schnell in die Box, stoppte stark auf. Der Bediener der Achterleine hatte sich in dem Moment nicht richtig festgehalten und fiel über Bord! Die Rettungsweste löste sofort aus, aber er kam alleine nicht auf den Steg! Erst mithilfe der Anderen und der Badeleiter schaffte er es. Zum Glück konnte das Boot in einem Meter Abstand gleich sicher gehalten werden!!

Es gab aber noch andere Pannen: Eine der Yachten, die in der anderen Marina starteten, trieb während der Hafenmanöver in die Moorings und hing in diesen fest. Einer der Prüfer (!!) zog sich dann bis auf die Unterhose aus, tauchte und klarierte das Chaos.

So ging also ein Prüfungstag zu Ende, von dem alle wohl noch sehr lange erzählen werden. Leider konnten wir das Bestehen der Praxis nicht feiern, denn für den nächsten Morgen stand die Theorieprüfung an. Statt zu feiern lernten wir also weiter, wie die Besessenen.

Nach einer kurzen Nacht ging es ans Frühstück. Als die Kaffemaschine neben unserem Tisch laut brummte meinte Pierre: „Wessen Bluthochdruck ist das denn jetzt?“ ;-).

Es ging los mit Navi, anschließend kam Seemanschaft, dann Recht und zum Schluss Wetter. Trotz dessen, dass ich Navi und Recht nur wenig gelernt hatte, versuchte ich mir  Mühe zu geben. Die Navi-Aufgabe startete in Brest mit einem Auflaufen, Yacht wurde nach oben geschoben – wann kommen sie wieder frei? Rüdiger hatte uns immer wieder eingetrichtert, zunächst die Gezeiten, dann die Fragen und zum Schluss die Karte zu lösen, damit wir mit der Zeit einigermaßen klarkommen. Anschließend kamen wir in der Übungskarte an einem beobachteten Ort an: "Sie setzen Kurs ab, passieren Leuchtfeuer ... ." Dann gab es noch einige Radarseitenpeilungen, Magnetkompasspeilungen, Distanzen und Besteckversetzungen. "Beschreiben sie das Leuchtfeuer." Zum Schluss ging es am anderen Ende durch das Verkehrstrennungsgebiet. "Sie haben Wind aus…Strom,…bestimmen Sie den Kartenkurs und den Magnetkompasskurs. Irgendwie verlief die Lösung der Aufgaben bei mir recht flüssig. Dennoch erschien es mir nicht wahrscheinlich, mir Hoffnungen machen zu können.

Nach Recht und Seemannschaft ging es ans Wetter. Ich löste die Aufgaben, las es mir noch einmal durch und gab ab. Zwar fand ich es etwas seltsam, als Erster den "Folterkeller" zu verlassen, jedoch fiel mir nichts mehr ein und ich wollte das Ganze einfach hinter mir haben. Ich ging hoch auf die Terasse und bestellte mir, ohne zu überlegen, ein Bier. Ich war völlig fertig! Rüdiger meinte dann: „Aber nur eins, vielleicht musst du noch in die Mündliche.“ Daran hatte ich überhaupt nicht mehr gedacht! Als die anderen kamen ging natürlich das Diskutieren los. Dabei stellte sich heraus, daß ich eine ganze Aufgabe (auf der Rückseite) übersehen hatte. Rüdiger meinte nur: „Das ist jetzt nicht wahr. Ey ich hau dich, wenn das stimmt. Ich hab doch gesagt gebt erst ab, wenn die Zeit um ist.“

Etwa eine Stunde später wurden wir herunter gerufen und die Ergebnisse verkündet. Als der Prüfer mein Ergebnis vorlas, glaubte ich zunächst nicht richtig zu hören: Navi bestanden, Recht bestanden, Seemannschaft mündliche, Wetter leider nicht.

Vor der mündlichen Seemannschaft-Prüfung hatte ich ehrlich gesagt weniger Angst. Vielleicht lags auch am großen Bierchen ;-). Es wurden Fragen gestellt wie: "Angenommen sie kaufen sich eine ältere Yacht, worauf achten Sie beim Kauf...". "Angenommen sie möchten Hochsee befahren, wie rüsten sie ihre Yacht aus?" "Beschreiben Sie das Manöver ´Eindampfen´, Beschreiben Sie den Radeffekt; es gibt verschiedene Arten von Schrauben, welche kennen Sie, nennen Sie Vor-und Nachteile". Zugegeben, die Fragen kamen mir irgendwie alle überaus gelegen ;-). Nachdem ich dann ausgiebig über die verschiedenen Schrauben philosophiert hatte und letztlich dabei war, die Anstellwinkel und das Aufstoppverhalten beim Drehflügelpropeller zu erläutern, war meine Mündliche schnell um. "Warten Sie bitte kurz draußen!" Nach nicht einmal einer Minute kam einer der Prüfer heraus und zeigte nur den Daumen nach oben :-).

Beim Abendessen und danach gab es noch viel zu erzählen und zu feiern. Nachdem das eine oder andere Bier gehoben wurde kam der Spruch auf: "Richtig segeln lernen - DHH". Schallendes Gelächter. Für uns alle hat dieser Spruch jetzt doch einen ziemlichen Wahrheitsgehalt. Rüdiger bedankte sich rührend bei uns, daß wir alle so toll zusammengearbeitet und uns gegenseitig aufgebaut hatten. Es gab wohl schon andere Gruppen, bei denen eher gegeneinander gekämpft wurde. Wir überreichten unserem Lehrer noch ein kleines Präsent und so langsam ging eine tolle aber auch sehr anstrengende Zeit auf Elba zu Ende.

Einige aus unserer Gruppe denken über eine Haupt- oder Nebenberufliche Tätigkeit in der Wassersportbranche nach. Manch einer  war schon lange als Skipper unterwegs und braucht sich bei den Fragen nach der Qualifikation nun nicht mehr wegzuducken. Aber die meisten machten den Schein einfach für sich selbst zur Fortbildung. Man kann am Scheinwesen kritisieren, was man möchte. Ich bin überzeugt, dass niemand sich solch ein Wissen freiwillig und ohne den Druck einer Prüfung aneignen würde. Das Resultat ist ein routinierterer Umgang mit Navihilfsmitteln, Wetterkarten, etc.

Für mich steht jetzt noch die Wetter-Teilprüfung an. Hierfür werde ich wohl, nach Ablauf der zweimonatigen Wartefrist, in Frankfurt die letzte Teilprüfung absolvieren.

Rüdiger übergab uns am nächsten Morgen noch einen alten, abgelaufenen Band des Sporthochseeschifferschein-Buches. Natürlich nur, um mal reinzusehen....

Jetzt wird aber erst mal gesegelt!

Nachdem ich im Urlaub mit warmem Bier bzw. dann doch lieber mit Rotwein vorlieb nehmen musste, steht nun natürlich als erstes die Reparatur der Kühlbox an.

Wir haben ein thermoelektrisches Kühlaggregat der Marke Supercool (Schweden) verbaut. Zunächst dachte ich, ich baue jetzt gleich um auf Kompressor. Allerdings kostet das wieder irre viel Geld, was wir einfach nicht haben. Der Vorbesitzer unserer Yacht war mit der Supercool überaus zufrieden und meinte, er kam gut zwei Tage mit dem Stromverbrauch ohne Landstrom klar. Da er nur die halbe Batteriekapazität von uns hatte und wir zudem mit Wind und Sonne permanent nachladen, bin ich jetzt einfach mal zuversichtlich, daß das trotzdem funktioniert. Diese Marke scheint mir unter den thermoelektrischen auch die Beste zu sein, außerdem kann man am Schaltpannel umstellen auf "Economy", was den Stromverbrauch deutlich reduzieren soll.

Nach einer Internetrecherche konnte ich den Importeur ausfindig machen. Die Firma heißt Leab.

Unter dem Link

http://leab.de/supercoolkuehlung/index.html

werden die Aggregate immer noch vertrieben und mir wurde eine problemlose und günstige Reparatur zugesagt. Ich bin mal gespannt ob alles klappt, jedenfalls geht heute das Paket raus.

 

Der Übeltäter (Lüfter auf der Abluftseite):

 

Das Supercool-Kühlaggregat:

 

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Ja uns gibt es noch und wir arbeiten weiter!

Viele Yachten sind mittlerweile losgezogen. Schiffe mit deren Eignern wir teilweise schon in Kontakt standen. Es tut mir etwas weh auf deren Homepages zu lesen, wie es vorangeht. Wir waren wirklich sehr nah dran, auch unterwegs zu sein. Derzeit hat uns der Alltag wieder ziemlich fest im Griff. Ich arbeite wie verrückt, Uta studiert und kommt ihrem Hiwijob nach. So langsam rückt für sie aber die Magisterarbeit näher...Und Marcus? Seither habe ich leider nichts von ihm gehört, er wollte wohl wieder privat etwas chartern oder bei einer ähnlichen Überführung mitmachen.

Ich dachte mir, ich fasse noch einmal zusammen, was  wir innerhalb des letzten Jahres so am Boot geschafft haben, für diejenigen, die hier nicht alles mitgelesen haben:

  • Zusatzwassertank angefertigt und montiert
  • Windgeneratormast angefertigt, Windgenerator montiert
  • Solarmodul montiert
  • Batterien vom Vorschiff nach Mittschiffs, Verkabelung geändert, größere Batterien
  • Sterling Laderegelung montiert
  • Regelung für Wind und Solar montiert
  • AIS Antenne montiert
  • neuen Kartenplotter, neue UKW-Funke, etc. montiert
  • Rettungsinsel + Halterung montiert
  • Epirb programmiert und montiert
  • Instrumentenhalterung über Niedergang neu angefertigt + montiert
  • 2 getrennte, elektrische Selbststeueranlagen montiert
  • Motor aus- und eingebaut, Motorraum neu lackiert, Saildrivemanschette erneuert
  • Bilge komplett lackiert, Salonboden in Teak neu aufbereitet
  • Spülbecken + Wasserhahn im WC-Raum installiert
  • Elektrische Bilgepumpe + Sensorschaltung montiert
  • LED Salonlichter montiert (zusätzlich)
  • Antifouling erneuert
  • Rumpf poliert
  • Gasabnahme + Neuinstallation einiger Leitungen
  • Cockpitteak aufbereitet
  • Bugbeschlag für den Bügelanker umgebaut
  • Anschluss Decksdusche erneuert
  • Separ Dieselvorfilter montiert
  • in Arbeit: Überholung des Aggregats für die Kühlbox, Erneuerung WC

...und wahrscheinlich noch tausend Sachen mehr, die mir gerade nicht einfallen.

Letztes Wochenende haben wir weiter den Innenraum geputzt, jedes Eck, die Polster liegen mittlerweile drinnen und es sieht superschön aus!! Ich war mit dem Schlauchboot unterwegs und half zufällig zwei Mal einer HR beim Anlegen. Der Eigner, der selbst 10 Jahre seine Yacht renoviert hat, kam später an Bord und meinte unser Salon sähe viel gemütlicher aus, als der seiner 35er. Was für ein Lob :). Und dann noch der Kommentar: "Die hab ich doch an Land gesehen. Die hat ja ein saumässig schlankes Unterwasserschiff, die muss ja irre schnell sein. Wie segelt die denn?"

Wenn ich das nur beantworten könnte!!!

Was gibts es sonst noch Neues? Die Bootsbeschriftung habe ich kürzlich bestellt, das kleine Schlauchboot ist gerade zur Überarbeitung in der Schlauchbootwerft. Uta hat ihre Spanisch A1-Prüfung geschrieben. Ergebnisse stehen noch aus aber da sind wir mal zuversichtlich. Und bei mir rückt der SSS näher. Ich hoffe, das geht nicht komplett in die Hose. Das läuft wieder wie bei der Fachwirtprüfung. Ich komm erst in die Puschen, wenns eigentlich schon zu spät ist. Mal sehen. Als Deadline für den Lernbeginn habe ich mir den 1.9. gesetzt. Mitte September beginnt der Vollzeit-Kurs und drei Wochen später sehen wir, obs zumindest etwas gebracht hat.

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Der eine oder andere wird schon vermutet haben, daß wir wieder nicht los kommen. Es hat sich immer deutlicher abgezeichnet, daß die komplette Fertigstellung des Bootes dieses Jahr nur schwerlich zu schaffen sein wird. Nach ein paar, teilweise unglaublich arbeitsintensiven Monaten, ist das Boot zwar mittlerweile so gut wie startklar aber es gibt immer noch vieles, was noch ansteht. Z.B. der Segelmacher, von dem ich trotz verstrichenem Termin seit dem letzten Telefonat nichts gehört habe. Wenn ich dazurechne, daß ein Segel (ab Bestellung und das geht ja erst wenn endlich der Mast probegestellt wird) 4 Wochen Lieferzeit hat, dann wird mir der Start für dieses Jahr einfach zu spät.

Als sich das so mehr und mehr abgezeichnet hat, war ich zunächst doch sehr frustriert. Wir sitzen hier einfach in tiefster Binnenprovinz und das macht die Vorbereitungen sicher nicht einfacher.

Genug herumlamentiert. Man kann der Sache auch Gutes abgewinnen: Das Boot liegt nirgendwo so günstig wie hier. Ich habe Zeit und Möglichkeiten, es weiter zu optimieren und kann für den Törnstart weiter sparen.

Um konsequent am eigentlichen Ziel dranzubleiben habe ich mir jetzt etwas anderes überlegt. Der Sportseeschifferschein  ist noch so eine Baustelle, die ich jetzt schon ewig vor mir her schiebe. Ein Selbststudium schaffe ich neben dem Job nicht, ich bin wohl auch nicht der Typ dafür. Schulen gibt es hier nur wenige. Die eine bietet einen einwöchigen Kurs an. Das halte ich für Nonsens. Bei der anderen dauert ein Kurs etwa ein halbes Jahr und es müssen regelmässig mehrere Wochentage eingeplant werden. Beruflich auch nicht machbar.

Dann habe ich noch eine Option gefunden: Der Deutsche Hochseesportverband Hansa e.V. bietet einen sehr speziellen Kurs an, der wie für mich gemacht scheint und der zudem genau in der Zeit stattfindet, in der Uta für ihr Verlags-Praktikum ohnehin im Norden der Republik ist. Ich werde im September/ Oktober auf Elba einen dreiwöchigen Intensiv SSS Kurs in Theorie und Praxis besuchen, am letzten Wochenende alle Teilprüfungen absolvieren und hoffentlich zumindest einige davon bestehen. Das  wird sicher kein Zuckerschlecken und der Schulleiter hat mir gesagt, ich solle danach am besten etwas Urlaub einplanen. Die Sache ist gebucht, ich freu mich darauf und hoffe, daß uns einige Leser trotz allem treu bleiben. Wie schon gesagt - aufgegeben wird nicht!

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Die Fertigstellung des Innenraums schreitet weiter voran, aber auch hier dauert alles länger als geplant. Wir haben mittlerweile den Salonboden mehrmals lasiert und die LED Lampen über dem Salon angeschlossen (dort musste alles neu verkabelt werden, da LED und normale Lampen separat schaltbar sein sollten). Funktioniert jetzt perfekt. Die LED`s sind sehr hell und das gemütliche "normale" Licht ist auch noch vorhanden!

Ich wollte zwischendurch die Badeplattform wieder anbringen. Um es mir dabei leichter zu machen, bin ich kurzerhand mit dem Dingi in die Wassergarage hinter die SevenSeas gefahren. Leider habe ich dann erst festgestellt, dass ich Trottel die Badeleiter falsch herum an die Plattform geschraubt hatte. Aus Frust machte ich erstmal Pause. Spontan lud ich Uta zu einer Dingikreuzfahrt ein. Wir düsten mit dem Schlauchboot aus der Garage und ein Stück den Neckar entlang. Als wir gerade zurück fuhren, kam uns der Neckarbummler entgegen. Plötzlich ging der Motor aus. Öhm ich gebe zu: Ich hatte gehofft der Sprit reicht....

Ich zu Uta: "Schnell, paddel mit den Händen...." Sie: "Du verar... mich, oder? Mach das Ding an!"........

Jedenfalls haben wir uns dann mit der Hand paddelnd schnell an Land gerettet, um gleich darauf den Touries auf dem Neckarbummler zuzuwinken, als sei nichts gewesen.

Das blöde war dann, dass wir an einem eingezäunten Werksgelände angelandet waren, welches am Ufer beiderseits durch Dornenbüsche begrenzt war.  Wir rannten also über den Platz und standen schnell von innen an einem großen Werkstor. Draußen stand zufällig noch der Chef, der gerade Feierabend machen wollte. Er war doch etwas verduzt über den Besuch auf der anderen Seite. Freundlicherweise öffnete er das Tor und wartete sogar bis ich Sprit geholt hatte!!! Peinlich....

Der Motor lief gleich wieder und Uta ist dann auch noch ein wenig gefahren.

Ansonsten gibt es noch zu berichten, dass Uta gerade einen kleinen "Run"hat. Für die letzte Hausarbeit bekam sie die Note 1,0. Außerdem hat sie eine Hiwi-Stelle bei Ihrem Prof bekommen und gerade auch die Zusage von einem Verlag für ein 4-wöchiges Praktikum! Uta kann ihr Glück kaum fassen und kommt aus dem Grinsen nicht mehr heraus.

 

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Salonboden

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Gestern haben wir den alten, gammligen Salonboden nochmals ausgebaut. Der Boden war bisher mit Teppich überdeckt. Entsprechend befand sich noch überall Kleber, Klebeband, etc. darauf und der Boden war ohne Teppich nicht mehr ansehnlich. Da man unter dem ganzen Dreck aber einen schönen Teakboden vermuten konnte entschied ich mich, den Boden doch noch komplett abzuschleifen, denn ein ständig feuchter und schwer zu reinigender Teppichboden ist sicher auch keine Ideallösung.

Das Ergebniss nach dem Abschleifen ist wirklich beeindruckend! Leider ist der Werft gerade die Lasur ausgegangen und muss erst neu bestellt werden. Ich hoffe mitte nächster Woche kann ich den Boden dann fertigstellen.

Außerdem wurden gestern noch einige Kabel mit Kabelbindern "aufgeräumt", der neue Holzkeil (Tischfundament) verklebt und der Salontisch wieder montiert. Die Kabel vom Windgenerator sowie den Wechselrichter, den ich neulich für 3,- € beim Flohmarkt erstehen konnte sind jetzt auch angeschlossen. Somit sind wir innen nach Bodenmontage und Salonpolsterreinigung wohl in ein paar Tagen komplett fertig.

Mit dem Segelmacher habe ich nochmals telefoniert. Er kam gerade aus Italien zurück und schien noch etwas gestresst zu sein. Mal sehen wann er sich meldet und wie die Segelreparatur und die Wantenanfertigung geklappt hat.

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Bisher hatte ich ja überhaupt kein Verständnis für die doch immer wieder auftretenden Differenzen zwischen Mobo-Fahrern und Seglern. Als wir vorgestern zum Boot kamen dachte ich aber ich seh nicht richtig: Ich lag ursprünglich außen an einem allgemeinen Steg der Werft. Doch da lag nun ein etwa 3 Meter langes Mobo, das offensichtlich nirgendwo sonst einen Platz finden konnte ;). Mein Segelboot wurde offenbar von Hand verholt und so dumm diagonal zwischen zwei Stege gebunden, daß man eigentlich nicht mal mehr an Bord kam. Das komplette frisch abgedampfte Deck war voll mit dreckigen Schuhabdrücken, zudem war dort schon wieder flacheres Wasser und das Ruder ist ja frisch repariert (sowas kann sich solch ein Badewannenkapitän wohl nicht vorstellen grrrr).

Jedenfalls kletterte ich irgendwie an Bord und Uta und Markus, der mir ja beim Einbau des Motors half, standen an Land. Man musste aus dieser Situation rückwärts herausfahren und dabei an einigen Booten und einem Frachter vorbei, wobei kaum mehr 2 Meter Platz an jeder Seite ist.

Markus kenne ich schon ewig. Wir haben auch beruflich miteinander zu tun und wenns da mal um ein paar Euro Diskussionen gibt kann das schon passieren, das wir uns ein paar Tage richtig angiften, was sich aber immer wieder beruhigt. Er ist manchmal vielleicht etwas rechthaberisch, ich möglicherweise auch. Das ist ja auch kein Problem, solange man nicht auf einem Boot ist, wie sich dann gezeigt hat:

Jedenfalls bin ich kaum an Bord und überlege, wie ich hier am besten raus komme, da meint er: "Mach jetzt den Motor an und fahr da raus". Zeitgleich wirft er mir die Festmacher an Deck. Ich war erstmal total perplex, suchte den Bootshaken, wollte den Motor starten, ach, der Batteriehauptschalter,..... Wie ihr Euch denken könnt ging das Manöver gehörig in die Hose, denn eine Sirocco manövriert sich zudem sehr eigensinnig, daran werde ich mich erst gewöhnen müssen.

Zum Glück ist dennoch nichts passiert, außer das ich wahrhaft stinksauer war und sich mein Kumpel keiner Schuld bewußt war. Er meinte dann: "Wenns Dir nicht passt dann geh ich halt". Ich: "Ok, dann fahr ich Dich jetzt zum Bahnhof". Tja und so kam es dann auch.

Uta und ich haben also vorgestern und gestern alleine weiter gearbeitet. Die Luke über dem Salon ist nun neu eingedichtet, einige Züge genauer eingestellt,  ein Eck der Bilge und ein Schapp wurden noch neu lackiert, dann ging der Großputz los, das ganze alte Geschirr raus, alles abgespült, wieder eingeräumt, das Vorschiff komplett rausgewischt, die Polster abgesaugt und wieder angebracht, etc.

Gestern sind wir dann wieder in die Wassergarage gefahren, da ja das Deck noch gestrichen werden soll. Beim Ansteuern der Einfahrt merkte ich schon gute 5 Meter vorher, das das Boot aufstoppt. Wieder Schlamm, offensichtlich wird das immer schlimmer. Unter beinahe Vollgas ging es dann in die Garage. Festmachen wäre dann wohl eigentlich nicht nötig gewesen.

Das ist also der derzeitige Stand. Chaos auf Deck, beginnende Ordnung unter Deck. Motor läuft super. Elektrik scheint alles zu funktionieren. Schön auch: Die Ladung der Solarzelle ist deutlich zu merken, obwohl es nur so ein kleines Ding ist.

Was mich noch etwas durcheinander bringt: Robert, Eigner einer anderen Sirocco, empfiehlt mir dringend, nicht auf eine Sprayhood zu verzichten. Die Sirocco segelt wohl überaus nass und der Bordkomfort wäre ohne Sprayhood deutlich reduziert. Mein Voreigner hielt es da eher wie ich bisher. Bei ihm war die Sprayhood das erste, was von Bord geflogen ist. Sicher hängen diese unterschiedlichen Ansichten auch mit den unterschiedlichen Segelrevieren (Ijsselmeer/ Kroatien) zusammen. Nur was ist jetzt für mich das Beste?? Verwirrung pur. Eine Sprayhood wäre wohl nochmal eine wirklich teure Anschaffung. Sicher kann ich diese aber jetzt und hier am einfachsten realisieren. Für die ganz klassische Passatsegelei bin ich nicht zu begeistern und das Boot ist auch eher für andere Kurse gebaut. Ich grübel mal weiter und werde die Tage nochmal mit dem Segelmacher darüber reden.

Markus hat sich übrigends schon wieder beruhigt.

 

 

 

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Gestern wurde als erstes das Boot angehoben, um Antifouling noch auf die Stellen zu streichen, an denen bisher die Stützen auflagen. Man sieht hier auch das reparierte Ruder und die endgültige Montage des Antriebs (sorry, Handybilder!):

 

Dann wurde wieder gekrant:

 

Nach dem Einwassern rannte ich gleich panisch ins Schiff  und schaute mir die Saildrivemanschette an. ALLES DICHT ! :-)

Dennoch fing die Problematik erst an: Der Motor wollte wieder nicht anspringen. Mit Hilfe der Handentlüftungspumpe ließ sich nicht genug Unterdruck aufbringen, um auch nur an einer Entlüftungsschraube Diesel zu sehen. Es folgten unendlich viele unterschiedliche, verzweifelte Versuche, die Luft aus dem System zu bringen: Handpumpe betätigen, bis der Daumen fast abfällt, Dekompressionshebel entriegeln und durchdrehen bei losgeschraubten Anschlüssen der Einspritzdüsen, 4 Dosen Starthilfespray. Eine Druckpumpe wurde an die Tankleitung angeschlossen, wodurch ein Überdruck im System erzeugt wurde, um zu sehen, ob alles dicht ist, etc., etc. Als wir kurz vorm Aufgeben waren, schraubte ich nochmal den im Herbst neu installierten Dieselfilter (den direkt am Motor) los. Das Teil war komplett gefüllt mit einer zähen gelben Masse. Diesel sieht eigentlich anders aus. Dieses sulzige Zeugs muss der endgültig letzte Rest des verfluchten kroatischen Diesels gewesen sein, denn den Tank hatte ich ja bereits vor einigen Wochen gesäubert. Also wieder ein neuer Dieselfilter rein, wieder der Entlüftungskampf. Irgendwann lief das Boot! Jetzt springt es auch immer problemlos an!!

 

Probefahrt:

 

Danach wurde noch das Deck abgedampft, denn am Montag wollen wir weiterarbeiten, um endlich wieder ein schönes Deck zu bekommen. Daß die Sache ziemlich anstrengend war, sah man gegen Abend auch an dem Bestand in der Spüle. Davon erhole ich mich jetzt erstmal weiter und wünsche allen Lesern ein schönes Pfingstwochenende:

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What a day

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Am Montag konnten wir endlich den Motor einbauen. Er mußte erst zusammengebaut werden, anschließend wurde er mit dem Kran wieder aus dem Werkstattschiff gehoben und über einen Gabelstapler und einen Flaschenzug zurück an seinen Platz befördert.

Gestern machten wir uns ans weitere Zusammenschrauben. Der Saildrive ließ sich recht problemlos an den Motorblock anbringen, mit den vorderen Motorlagern hatten wir dann einige Probleme aber es ging. Die Arbeiten im hinteren Motorbereich muss man sich so vorstellen: Man kriecht Kopf voraus die Hundekoje nach hinten. Links ist eine kleine Luke, durch die man an den Motorraum kommt. Da schlängelt man sich dann erst mit der einen, dann mit der anderen Schulter hinein und kann dann mit beiden Händen arbeiten während man auf dem Auspuff liegt und die Hüfte in dem Ausschnitt der Motorwand steckt. Das Ganze bei gefühlten 50 Grad in dem Loch. Nach maximal 15 Minuten muss man sich einmal komplett herauszwängen, weil  selbst unempfindliche Gemüter sonst panisch werden.

Schließlich wurde der Saildrive und die Schraube mit Antifouling eingesprüht und dann die äußere Schutzmanschette angeklebt.  Außerdem wurde der untere Bereich des Ruders und des Skegs schon nachlaminiert. Danach war bei uns beiden die Luft raus und wir ließen die Arbeiten ruhen.

Bild noch vor dem Ankleben der äußeren Schutzmanschette und vor Saildriveantifouling:

 

Hier das überlaminierte Ruder und der Skeg, noch vor dem Spachteln und Schleifen:

 

Mich haben die letzten Tage doch sehr mitgenommen (so ganz nebenbei bin ich ja auch berufstätig). Als ich gegen später im Auto saß und mit Uta telefonierte wurde mir so schwindelig und komisch, daß ich anhalten musste und erstmal nicht weiterfahren konnte. Kaum fahre ich weiter, klingelt wieder das Telefon. Der Lebensgefährte meiner Mutter dran (er passte gerade auf Joy auf): " Du sag mal hat der Hund eigentlich eine Haftpflichtversicherung?"  - "Die habe ich irgendwann mal gekündigt, die tut ja doch keinem was, warum?" Naja - Joy hat einem anderen Hund so ins Ohr gebissen, das ein Stück wieder angenäht werden musste.

Gegen später steige ich aus dem Auto aus, das beinahe neue Motorola Defy fällt mir aus der Hand und das Display, welches eigentlich aus einem extra kratz- und stoßfesten Spezialglas sein soll, ist in tausend Teilchen gesprungen.  Insgesamt also ein ziemlicher Sch...Tag gestern, wenn sich auch die Fortschritte am Boot sehen lassen können.

Ich bin aber ehrlich gesagt mittlerweile absolut ausgebrannt und wünsche mir nichts sehnlicher, als ein - zwei Wochen nichts tun.

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Mir fallen schon keine Überschriften mehr ein. Wird wohl Zeit, daß wir fertig werden...

Leider vergesse ich dauernd die Kamera, einige Bilder werde ich also demnächst nachreichen. Zwischenzeitlich wurde das Antifouling zweimal gestrichen. Die meisten Langfahrtsegler streichen Micron Extra; das hatte ich eigentlich auch vor. Jedoch ist es in der Werft nicht so gerne gesehen, wenn man Antifouling selbst mitbringt. Die Werft verlangt allerdings 250 € für den 2,5 Ltr. Eimer und da steig ich aus. Der normale Ladenpreis beträgt etwa 130 €. Wenn ich das Zeug von einem der Versandhäuser bestelle und mitbringe, kann ich wohl mit Sicherheit davon ausgehen, daß sich meine Werftkosten an anderer Stelle erhöhen ;). Taktisch unklug also... Somit kam jetzt das von der Werft empfohlene Seajet 033 Shogun drauf für 120 € die Dose. Das Ganze wurde zweimal gestrichen, somit komme ich hoffentlich länger als eine Saison damit aus.

Gestern haben wir in brennender Sonne begonnen, das Deck anzuschleifen, zu reinigen und testweise die vorderste Ecke zu streichen. Leider ist das Deck von den vielen Arbeiten so verdreckt, irgendwie scheint diese Vorgehensweise (sich von vorne nach hinten zu arbeiten) nicht ideal zu sein. Der Plan wurde also geändert und am Donnerstag bringt ein Bekannter einen mobilen Hochdruckreiniger und einen sehr langen Schlauch mit und dann wird radikal abgekärchert, anschließend komplett geschliffen, nochmal abgedampft, mit Verdünnung gereinigt und von oben bis unten bzw. von vorne bis hinten das Deck gestrichen. So ist der Plan. Außerdem bin ich etwas davon abgekommen, dass ganze Deck mit dem International Interdeck zu streichen. Ich habe etwas Angst, daß dieser rutschfeste und körnige Lack zu leicht verdreckt und sich anschließend schlecht reinigen lässt. Wahrscheinlich werde ich nur die Laufflächen damit streichen und für den Aufbau und das Cockpit den glatten Toplac verwenden, in der Hoffnung, daß dieser einfacher sauber gehalten werden kann.

Für Montag/ Dienstag ist der Einbau des Motors vorgesehen. Der Kumpel, der ihn mit mir ausgebaut hat, findet nur an diesen Wochentagen Zeit. Hoffentlich klappt das, denn mir fehlt noch die Dichtung zwischen Saildrive und Motorblock.

Drückt mir die Daumen, daß es endlich fertig wird, ich bin mit den Nerven ziemlich am Ende. Der Bekannte der gestern half meinte noch: "Da muss man halt Spass am basteln haben!" Ehrlich gesagt habe ich den nicht mehr. Ich will Segeln und das ist nur die Hürde, die mich davor abhält!

 

Also, das Thema Zeitplanung haut irgendwie nie hin. Heute wollte ich eigentlich den Motor einbauen. Gestern sollte er lackiert werden.

Leider ist mir gestern auf dem Weg zum Boot plötzlich der Auspuff am Auto abgebrochen (mitten auf der Autobahn). Er hing dann auch noch so blöd runter, daß ein weiterfahren unmöglich war. Der ADAC brauchte über eine Stunde bis er kam, die Reparatur dauerte einige Zeit und somit war der halbe Tag wieder futsch. Ich begann dann noch, den Motor zu entrosten, wurde aber nicht fertig.

Heute ging es weiter, ein Freund half dann noch mit. Es ergab sich, daß es, um den Motor vernünftig zu reinigen, erforderlich ist, zahlreiche Anbauteile zu demontieren. Also: Lima ab, Anlasser ab, Kabelbaum weg, Lima-Halter weg, Schwungscheibe weg,.....

Beim Demontieren der Schwungscheibe haben wir uns dann noch fast umgebracht. Man muss eine riesige (ich glaub 55er Schlüsselweite) Mutter öffnen, dann kommt ein Abzieher auf das Teil, denn die Schwungscheibe steckt fest (und festgerostet) auf einem Konus.  Besagte Scheibe ist ein großes und sehr schweres Stahlgussteil. Jedenfalls ziehen wir den Abzieher an, und klopfen vorsichtig mit dem Hammer auf die andere Seite, damit sie sich löst. Mit einem riesigen Knall springt das 40-50kg schwereTeil plötzlich ab und ist nicht zu halten. Sie fliegt richtig vom Motor weg, wir springen beide im Reflex zur Seite und die Scheibe knallt zwischen unseren Füssen auf den Boden. Hätte die einer abbekommen, wäre das sicher ein übelster Trümmerbruch geworden. Ich habe dann erstmal nachgesehen, ob alles in Ordnung ist, denn an der Scheibe ist ja der Zahnkranz, der vom Anlasser angetrieben wird. Zum Glück ist nichts abgebrochen!! Anschließend haben wir den Motor und die Anbauteile entrostet und entfettet, mit hitzebeständigem Zinkspray grundiert und danach im originalen Volvo-Grün neu lackiert. Sieht klasse aus, muss jetzt aber erstmal trocknen, bevor wir weitermachen können.

Tja und dann kam leider noch ein eklatanter Mangel zum Vorschein. Vielleicht erinnert sich der eine oder andere Leser noch daran, wie das Boot in der Werft angeliefert wurde und ins viel zu flache Wasser gekrant wurde. Man konnte über Deck laufen und das Schiff ist auf dem Kiel von der einen auf die andere Seite gekippt. Beim herausfahren ist dann noch das Ruder aufgesessen. Das ging wohl alles nicht ganz ohne Schaden ab, denn am untersten Eck des Ruderskegs läuft um die Kante herum jetzt ein tiefer Riss. In Rücksprache mit der Werft habe ich jetzt das untere Ruderlager demontiert und besagten Riss mit der Flex erweitert, damit die Feuchtigkeit, die sich darin befindet, herauskommt. Das Ganze muss jetzt noch neu laminiert werden :(.

Und noch ein kleines Problem: Wir haben derzeit nur eine große Rollgenua, einen Blister und ein Großsegel. Für die Biskaja möchte ich aber unbedingt noch eine kleinere und schwerere Arbeitsfock dabeihaben. Ich habe jetzt verschiedenes überlegt, letztlich scheint die einzig vernünftige Lösung aber eine Neuanfertigung zu sein.  Diese Kosten tun dem zugegeben schmalen Budget richtig weh! Außerdem können wir die Fock erst nach dem Maststellen und Vermessen bestellen, also voraussichtlich am 21. Juni. Lieferzeit ca. 4 Wochen...

Es gibt so Tage, da sollte man einfach keinen Eintrag schreiben. Vielleicht wirds morgen besser.

 

Was für ein Tag! Wir haben beide einen heftigen Sonnenbrand und werden morgen unglaublichen Muskelkater haben!!!

Folgendes konte heute erledigt werden:

- Motorraum gesäubert, angeschliffen und lackiert (wurde bereits unter der Woche begonnen)

- Unterwasserschiff angeschliffen

- Rumpf komplett poliert!

Das mit dem Sonnenbrand ist eigentlich etwas verwunderlich, denn es war heute perfektes Polier-Wetter, weshalb wir es auch bis zum Ende durchgezogen haben. Es war ziemlich bewölkt, die Sonne kam erst am Nachmittag heraus.

In einem Trödelladen konnte ich neulich einen augenscheinlich neuen Weltempfänger (Grundig Oceanboy 350) für 17,- € erwerben. Da im Boot wegen dem ausgebauten Motor der Strom abgeklemmt ist, kam der batteriebetriebene Weltempfänger heute zum ersten Mal zum Einsatz und durfte uns die Arbeit mit schnellen Sunshine Live-Beats ein wenig erleichtern.

 

Ich habe überwiegend die Flächen mit einer geliehenen Poliermaschine bearbeitet

 

Uta hat dann die Kanten oben und am Wasserpass nachgearbeitet. Das Boot sieht jetzt schon wieder viel besser aus!

 

Joy fand das ganze ziemlich dämlich

 

Am Sonntag ist erstmal ein Tag Pause und am Montag wird der Motor neu lackiert und der Stahlanpressring der Saildrivemanschette entrostet und lackiert, damit am Dienstag der Motor wieder rein kann. Parallel habe ich gerade bei MyHammer eine Ausschreibung eingestellt. Vielleicht findet sich eine Firma, die mir günstig die Aufkleber für die Beschriftung anfertigt und auch gleich anbringt.

 

Leider kann ich mich gerade beruflich noch nicht so losreißen, wie es wohl sein müsste, um schnell fertig zu werden. Letztlich brauche ich aber auch das Geld, welches ich durch zusätzliche Aufträge generieren kann.

Das sieht dann so aus, daß ich in der vergangenen Woche 3 Tage mit 14 Stunden Arbeitzeit hatte und 2 mit ca. 7 Stunden. Obwohl ich ausdrücklich darum gebeten hatte, mich etwas rauszuhalten, stellt sich die Situation für kommende Woche wohl so dar, dass ich 4-5 Tage um die 13 Stunden zu arbeiten habe, eventuell einmal sogar 17h. Da gehts am Boot nicht weiter. Nach so einer Woche bin ich selbst am Wochenende nicht mehr zu motivieren, da ist die Luft raus.

Für die Woche ab dem 30.5. habe ich bereits angedeutet, beruflich nichts zusätzliches zu machen. Außerdem haben mir 2 Bekannte fest zugesagt, am Boot zu helfen. Theoretisch müsste dann einiges fertig werden!

Ich tröste mich damit, dass die Rhein-Pegelstände wohl momentan ohnehin nur Probleme bereiten würden.

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